Es ist Gott, der uns nach seinem Bild und Gleichnis erschaffen hat und uns gleichzeitig mit der Sexualität beschenkt hat, damit wir an Seinem schöpferischen Plan der Liebe teilhaben können.
In den Absichten des Schöpfers soll der Geschlechtsverkehr, ausgedrückt in der geistigen und körperlichen Einheit von Mann und Frau, ein geistiges Fest, eine gemeinsame Heiligung, ein Erlebnis gegenseitiger Liebe in der Liebe Gottes sein – und ist somit etwas unendlich Erhabeneres als bloß sinnliches Vergnügen. Ein so gelebter Geschlechtsverkehr wird nur im Sakrament der Ehe (im sichtbaren Zeichen der unsichtbaren Gegenwart Christi) möglich, wenn sich die Eheleute in einem Zustand der heiligmachenden Gnade befinden. Außerhalb der Grenzen des Ehesakraments verursacht der Geschlechtsverkehr immer schreckliche Zerstörungen im geistigen, psychischen und körperlichen Bereich des Menschen, versklavt ihn und macht ihn abhängig, ähnlich wie eine Droge. Deshalb ist auch die Pornographie so gefährlich, deren Gebrauch zu allen möglichen perversen Verhaltensweisen und Handlungen führt. Jede sexuelle Handlung außerhalb des Ehesakramentes ist eine Todsünde, denn es fehlt die selbstlose Hingabe in der Liebe, die ihre Quelle in Christus hat, der wirklich im Sakrament der Ehe gegenwärtig ist. Jede bewusst und freiwillig begangene unreine Sünde muss gebeichtet werden, denn sie zerstört im Menschen die Fähigkeit zur Liebe und vertieft den Egoismus, was die Bande der Freundschaft mit Gott zerreißt und letztendlich auf den Weg des geistigen Todes führt.
Das Einzige, was jeder Mensch zum vollen Glück braucht, ist die Liebe, die niemals endet. Die einzige Quelle dieser Liebe ist Jesus Christus. Der größte und kostbarste Schatz, die reine Liebe, kann nur von einem Menschen mit reinem Herzen angenommen und täglich gelebt werden. Deshalb sagt Jesus, dass wahrhaft glücklich – also gesegnet – nur die Menschen mit reinem Herzen sind (vgl. Mt 5,8). Jeder Mensch sollte daher von ganzem Herzen und mit aller Kraft diese Reinheit des Herzens anstreben, um sich in der Liebe mit Christus zu vereinen und andere Menschen zu lieben. Die Reinheit des Herzens zu erlangen ist ein schwieriger und schmerzhafter Prozess der Befreiung vom Egoismus und von der Knechtschaft der Sünden; es ist auch eine Heilung der Wunden des Herzens. Es ist ein Prozess, der das ganze irdische Leben hindurch andauert. Jesus selbst tilgt alle Sünden, befreit, heilt und reinigt – aber er kann dies nicht ohne unsere Zustimmung und Mitarbeit tun. Man muss sich also entscheiden, den unermüdlichen Kampf gegen den Egoismus, die Trägheit und die Neigung zur Sünde aufzunehmen, um Platz für Christus zu schaffen. „Die zu Christus Jesus gehören, haben das Fleisch und damit ihre Leidenschaften und Begierden gekreuzigt“ (Gal 5,24).
Jesus lädt alle ohne Ausnahme ein, diesen Weg mit ihm zu gehen: „Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen und um des Evangeliums willen verliert, wird es retten“ (Mk 8,34-35). Es ist nie zu spät, sich zu entscheiden, mit Jesus durchs Leben zu gehen und sich in der „Klinik der reinen Herzen“ seiner hundertprozentig wirksamen Behandlung zur Heilung aller Wunden zu unterziehen. Für Jesus gibt es keine ausweglosen Situationen, man muss ihm nur vollständig vertrauen, sich ihm zur Verfügung stellen und sein Tagesprogramm so disziplinieren, dass jeder Tag gemäß den Anforderungen des Evangeliums gelebt wird.
Wenn du dich auf dieses wunderbarste Lebensabenteuer, das Erlangen der Reinheit des Herzens in der Bewegung der Reinen Herzen, nach einer aufrichtigen Beichte und dem Empfang Jesu in der Heiligen Kommunion begeben willst, übergebe dich ganz ihm selbst, indem du das Weihegebet der BdRH betest. Denke daran: Als Mitglied der BdRH verpflichtest du dich, sofort zur Beichte zu gehen, wenn du einer Versuchung nachgibst, damit Jesus dir die Last der Sünde abnehmen kann. Der tragischste Zustand, in dem sich ein Mensch befinden kann, ist das Verweilen in der Sünde und das Aufschieben des Gangs zu Christus, der im Sakrament der Buße gegenwärtig ist. Jesus sagt: „Eine schwache, sündige Seele soll nicht sich fürchten, sich Mir zu nahen, auch wenn sie mehr Sünden hätte als Sand ist auf Erden. Alles versinkt im Abgrund Meiner Barmherzigkeit“ (Tagebuch der Schwester Faustina, 1059).
Einer der trügerischsten Versuchungen Satans ist die Behauptung, dass es unmöglich ist, sich von der Sucht nach Pornografie, Masturbation, Drogenabhängigkeit, Anorexie oder anderen Zwängen zu befreien (vgl. Mt 19,26). Auch wenn du jeden Tag zur Beichte gehen müsstest, lasse dich nicht entmutigen. Jesus wartet immer auf dich, er ist ständig im Dienst, um uns aus der größten Bedrängnis zu befreien. Sei geduldig – du brauchst eine lange Zeit, um völlig frei von der Sucht zu sein. dass du dich immer wieder von jedem Fall erhebst und im Zustand der heiligmachenden Gnade bist.
Das einzige vollkommen wirksame Heilmittel ist die Liebe Jesu. Erlaube Christus, Zugang zu deinem Herzen zu haben. Bemühe dich, ihn täglich in der Heiligen Kommunion zu empfangen und in seiner Gegenwart während der Anbetung des Allerheiligsten Sakraments zu verweilen. Wenn du dich dieser heilenden Kur Jesu unterziehst, wirst du sicherlich geheilt werden. Denke daran, dass dies ein Kampf ist, bei dem viel auf dem Spiel steht, um ein reines Herz und Liebe, um das ewige Leben im Himmel: „Denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, müsst ihr sterben; wenn ihr aber durch den Geist die sündigen Taten des Leibes tötet, werdet ihr leben.“ (Röm 8,13); „Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Lustknaben, noch Knabenschänder, noch Diebe, noch Habgierige, keine Trinker, keine Lästerer, keine Räuber werden das Reich Gottes erben“ (1 Kor 6,9-10).
Es ist äußerst wichtig zu erkennen, dass man Selbstdisziplin benötigt, um mit Christus durchs Leben zu gehen. Und der beste Weg zur Selbstdisziplin ist, einen Tagesplan aufzustellen und sich strikt daran zu halten. Der Tagesplan muss eine feste Zeit für das Gebet, für die Arbeit und für die Ruhe beinhalten. Bete beharrlich zu festen Tageszeiten, konsultiere Jesus und Maria für alle deine Entscheidungen und Vorsätze. Eine gute Charakterschule ist die solide Erfüllung deiner Pflichten, die Hilfe für die Bedürftigen und das Betreiben von Sport.
Bitte informiere die Redaktion über das große Ereignis deines Beitritts zur BdRH. Sende uns auch dein kurzes Zeugnis und das Datum deines Beitritts zur BdRH. Wir werden dich in das Buch der reinen Herzen eintragen und dir einen speziellen Segen senden.
Jesus wünscht sehr, dass ihr eure Zeugnisse schreibt und an die Redaktion sendet, denn auf diese Weise werdet ihr anderen helfen, sich für die Rückkehr auf den Weg des Glaubens und den Erwerb des Geschenks eines reinen Herzens zu entscheiden. Möge Jesus eure Herzen mit dem Geschenk seiner Liebe entzünden, damit ihr alle Lebensschwierigkeiten mit Freude überwindet. Denken wir täglich im Gebet aneinander.
Pater Tomasz Klimczak,
Pater Jerzy Molewski,
Pater Mieczysław Piotrowski
zusammen mit dem Redaktionsteam





