Liebe ist keine Utopie

„Liebe ist das Geben und Empfangen eines Geschenks. Sie kann weder gekauft noch verkauft werden. Sie kann nur einander geschenkt werden“ (Johannes Paul II.).

Der heilige Johannes Paul II. lehrte, dass der Mensch, der nach dem Bild und Gleichnis Gottes, der die Liebe ist, geschaffen wurde, seine Erfüllung nur in der Liebe zu Gott und zu seinen Nächsten findet. Ein besonderer Ort für die Verwirklichung der Berufung zur Liebe ist die Ehe, in der sich der Mensch einem anderen bis zum Tod hingibt. Der Papst erklärte: „Die Hingabe der Person verlangt ihrer Natur nach beständig und unwiderruflich zu sein. Die Unauflöslichkeit der Ehe entspringt hauptsächlich aus dem Wesen solcher Hingabe: Hingabe der Person an die Person. In diesem gegenseitigen Sich – Hingeben kommt der bräutliche Charakter der Liebe zum Ausdruck“ (Brief an die Familien, 11). Der dauerhafte Bund der Ehe oder der elterlichen Liebe ergibt sich aus dem Wesen der Liebe selbst. „Die Liebe ist kein Abenteuer. Sie hat den Geschmack des ganzen Menschen. Sie trägt das Gewicht seiner Gattung. Und das Gewicht seines ganzen Schicksals. Sie kann kein Augenblick sein“, schrieb Karol Wojtyla in seinem Drama „Vor dem Juwelierladen“. Eheleute, die in einer lebenslangen Liebes- und Lebensgemeinschaft leben, vollenden ihre Berufung, indem sie Kinder gebären und erziehen.

Aber was kann man tun, damit die Liebe der Eheleute die Probezeit übersteht? Sind die menschlichen Mittel allein ausreichend? In dem Satz: „Der Bräutigam ist bei euch“ erinnerte Johannes Paul II., auf den Seiten seines Briefes an die Familien, an die Kraft des Ehesakraments, für das Christus sein Leben gegeben hat. Es ist hervorzuheben, dass der Papst den Wert der psychologischen oder psychotherapeutischen Hilfe bei Ehe- und Familienkrisen nicht in Abrede stellte. Er betonte jedoch die Unverzichtbarkeit der übernatürlichen Dimension. In diesem Zusammenhang hob der Heilige Vater die Bedeutung des Gebets (insbesondere des Rosenkranzes), des Sakraments der Versöhnung und der Eucharistie und natürlich die Kraft des Ehesakraments selbst hervor. Er argumentierte: „Die Liebe ist daher nicht eine Utopie: sie ist dem Menschen als eine mit Hilfe der göttlichen Gnade zu erfüllende Aufgabe gegeben. Sie wird dem Mann und der Frau im Ehesakrament als Prinzip und Quelle ihrer „Pflicht“ anvertraut und wird für sie zum Fundament der gegenseitigen Verpflichtung: zuerst der ehelichen, dann der elterlichen. In der Feier des Sakraments schenken und empfangen die Ehegatten sich gegenseitig, indem sie ihre Bereitschaft erklären, die Kinder anzunehmen und zu erziehen“ (Brief an die Familien, 15).

Die Bewegung der reinen Herzen für die Eheleute

Liebe Ehegatten! Erinnert euch an den unschätzbaren Schatz, den ihr im Sakrament der Ehe empfangen habt, nämlich Jesus Christus selbst! Der gekreuzigte und auferstandene Herr ist ständig gegenwärtig und gibt uns in den Sakramenten Anteil an seinem Sieg über alles Böse. Ihr seid mit der ständigen Gegenwart Jesu in eurem Ehesakrament beschenkt worden. Vereinigt euch mit Ihm und bringt Ihm in eurem täglichen Gebet alle eure Probleme, Sorgen und Freuden. Nur mit Ihm werdet ihr alle Schwierigkeiten überwinden! Wenn ihr gemeinsam den Rosenkranz betet, regelmäßig zur Beichte geht und an der Eucharistie teilnehmt, werdet ihr eure Zukunft auf den unzerstörbaren Felsen bauen, der Gott selbst ist. Vergesst nicht, dass die einzige wirksame Medizin für die Heilung der ehelichen und familiären Beziehungen die Liebe Jesu ist. Kommt mit jedem Problem zu Christus. Wenn ihr euch geduldig seiner Behandlung unterwerft, wird er all eure Probleme lösen, alle Wunden eures Herzens heilen und alle Fesseln sprengen. Worin besteht diese Kur und welche Mittel muss man anwenden? Jeden Tag: die Heilige Messe und eine Stunde Anbetung des Allerheiligsten Sakraments, der Rosenkranz und der Rosenkranz der göttlichen Barmherzigkeit sowie die Meditation über Texte aus der Heiligen Schrift. Jeder der sich dieser Behandlung Jesu unterwirft, wird mit Sicherheit geheilt werden.

Liebe Ehegatten! Der Herr Jesus lädt Euch ein, sich der Bewegung der Reinen Herzen für Eheleute anzuschließen, weil er Euch heilen und Eure ehelichen Beziehungen erneuern und vertiefen möchte. Um der BdRHfE beizutreten, müssen Sie zunächst alle Ihre Sünden im Bußsakrament bekennen, die Messe besuchen und nach dem Empfang der heiligen Kommunion das BdRHfE -Weihegebet beten.

Setzt in Eurem Eheleben alle Verpflichtungen um, die im BdRHfE -Weihegebet enthalten sind. Organisiert Eure täglichen Pflichten so, dass das Gebet an erster Stelle steht, gefolgt von Arbeit und Ruhe. Achtet darauf, dass Fernsehen und Internet nicht zu Götzen in Eurem Haus oder zu Zeitdieben werden – auf Kosten von Gebet und Ruhe. Achtet auf das Geschenk eines reinen Herzens, denn nur mit einem reinen Herzen könnt Ihr lieben. Bleibt deshalb immer im Zustand der heiligmachenden Gnade, und geht im Falle einer schweren Verfehlung sofort zum Sakrament der Buße.

Der Herr Jesus möchte, dass du den Schatz deines Glaubens mit anderen auf den Seiten von „Bleibt in Liebe“ teilst, also schreibe und schicke uns deine Zeugnisse. Ihr könnt die Redaktion über dieses große Ereignis, nämlich Euren Beitritt zum BdRHfE, informieren, indem Ihr uns Eure Adresse und das Datum Eures Beitritts mitteilt. Wir werden Euch dann in das Buch der reinen Herzen eintragen und Euch einen besonderen Segen zukommen lassen.

„Die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!“ (2. Korinther 13,13).