Der Weg zur Liebe Gottes ist ein Weg der Bekehrung: Vom Hochmut zur Demut, vom Ego zum Selbst.
Die „Weihnachtsgnade“ 1886
Als Christen sollten wir unsere Aufmerksamkeit vor allem auf unseren Herrn Jesus Christus richten. Er ist unser Lehrer, Meister, Herr. In seine Schule gingen die Apostel und nach ihnen noch unzählige weitere Menschen. Besonders gute Schüler Jesu waren die Heiligen. Unter ihnen gibt es berühmte und weniger berühmte. Ganz sicher eine der bekanntesten Heiligen ist die „Heilige des Atomzeitalters“, wie Therese einmal genannt wurde.
Sie wurde 100 Jahre nach ihrem Tod von Papst Johannes Paul II. 1997 zur Kirchenlehrerin erhoben. Therese hat uns viel zu sagen.
Am Weihnachtsfest 1886 ereignete sich für sie ein persönliches Wunder. Sie stand kurz vor ihrem 14. Geburtstag und erlebte die Gnade ihrer Bekehrung. Vorbei waren mit einem Schlag Selbstbezogenheit und Überempfindlichkeit, die die Jahre ihrer Kindheit geprägt hatten. In der „Geschichte einer Seele“ schreibt sie: „Ich fühlte die Liebe in mein Herz eintreten, das Bedürfnis, mich selbst zu vergessen, um anderen Freude zu machen. Und von da an war ich glücklich.“
Der große Bischof, Fernseh- und Radioprediger Fulton Sheen (1895– 1979) sagte sehr treffend: „In jedem von uns stecken zwei Wesen: das Ego und das Selbst, was man scheint und was man ist. Das Ego ist das, für das wir uns halten. Das Selbst ist das, was wir in Wirklichkeit sind. Das Ich ist das verwöhnte Kind in uns – selbstsüchtig, launisch, laut und verwöhnt –, das Geschöpf, das dem Leben gegenüber versagt. Das Selbst ist die Persönlichkeit, wie sie nach Gottes Ebenbild und Gleichnis erschaffen wurde.“ Es ist nicht vermessen zu sagen, dass mit Therese an Weihnachten 1886 genau das geschehen ist: Sie hat ihr Ego abgelegt und ist zum Selbst gelangt. Durch diese Weihnachtsgnade ist sie zum Glück gekommen. Wie sehr wünschen wir uns doch ein solches Glück!
Die Sehnsucht nach Glück ist in alle Menschenherzen eingeschrieben. Auf der Suche nach dem Glück landen aber allzu viele Menschen in irgendeiner Art von Sucht: Drogen, Alkohol, Sex, Hobby, Geld. Es gibt so viele Süchte, die eben mit dem Wort „Suche“ zusammenhängen. Die Suche nach dem Glück bei falschen Heilsbringern und –lehren führt oft in Elend und Verzweiflung. Die Geschichten vieler Menschen bestätigen dies. Es gibt Menschen, die ihr Glück dort suchen, wo es wirklich zu finden ist, nämlich bei Gott und in Gott. Dazu zählt auch Therese. Von klein auf christlich erzogen und stets geliebt, ist ihr der gute und barmherzige Gott sehr vertraut. Und doch haben schwierige Erlebnisse und Schicksalsschläge dazu geführt, dass in ihr etwas war, das ihr zugesetzt hat, sie innerlich leiden ließ. Wer kann genau ergründen, was sich in der Seele eines Menschen abspielt?
Vom Ego zum Selbst
Sind wir durch Therese nicht eingeladen, eine solche „Weihnachtsgnade“,die uns zu jeder Zeit im Jahr ereilen darf, zu erbitten? Wird Gott nicht daran Gefallen haben? Glücklich können wir werden, wenn wir uns einprägen: Das Ego muss abnehmen, das Selbst muss zunehmen. Ohne die Gemeinschaft mit anderen Menschen kann das Selbst nicht zunehmen. Jeder Nächste bildet für das reife Ich einen Gegenstand der Liebe, da auch er ein Kind Gottes ist. Jesus hat gesagt, dass wir unser Leben verlieren müssen, um es zu gewinnen. Damit sagt er uns, dass wir das Selbst finden, wenn wir das Ego ablegen. Der Tod ist eine notwendige Voraussetzung der Auferstehung: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein.“ (Joh 12,24)
Das bedeutet doch, mit dem Kreisen um das eigene Ich aufzuhören und das Kreisen um Christus zur Bahn des eigenen Lebens zu machen. Wir müssen verrückt nach Christus werden! Die Gedanken, die wir denken, die Wünsche, die uns entflammen, die Gründe unserer Handlungen müssen Christus zum Mittelpunkt haben. Und genau das zeichnete die Heilige aus dem Karmel von Lisieux aus, die nur noch einen Wunsch hatte,„nämlich Jesus bis zur Verrücktheit zu lieben […] Meine kindlichen Wünsche sind verflogen.“
Die Wahrheit suchen und lieben
Zu viele Menschen leben in der Lüge über sich selbst. Dieser Lüge muss durch das Suchen und Lieben der Wahrheit der Garaus gemacht werden. Am Ende ihres Lebens konnte Therese sagen, dass sie immer die Wahrheit gesucht hat. Damit unterscheidet sie sich von den meisten Menschen unserer Tage. Die Wahrheit wird nicht gesucht. Doch ist das eine Vorbedingung dafür, dass wir Gott finden. Der Weg zu Gott geht über die Wahrheit. Wer die Wahrheit über sich selbst sucht und entdeckt, wird erkennen, dass nur die Liebe Gottes uns retten kann und will. Wer das nicht tief einsieht, wird immer einen Mangel an Demut in sich herumtragen. Therese suchte stets die Wahrheit, wurde dadurch immer demütiger und erkannte ihre eigene innere Armut. Sie hat das in sich erfahren, was auch einer hl. Katharina von Siena widerfuhr. Jesus selbst sagte ihr, dass er „alles“ sei und sie „nichts“. Welch befreiende Worte für all jene, die sich vom Geist leiten lassen! Wir müssen die Dinge so sehen, wie sie wirklich sind. Keine Beschönigungen, Täuschungen, Verdrehungen, Zurechtbiegungen, Ausflüchte, Entschuldigungen mehr! Die Demut befreit uns zur Wahrheit über uns selbst. Der Demütige bekennt seine Armut und Schuld vor Gott und verherrlicht das Erbarmen Gottes. Die demütige Magd des Herrn preist nach dem Besuch ihrer Base Elisabeth das Erbarmen Gottes: „Meine Seele preist die Größe des Herrn …“ Es wundert nicht, dass Therese die Erbarmungen Gottes preisen wollte.
Unsere Fehler und Schwächen können wir vor den anderen nicht verbergen, aber wir selbst können die Augen davor verschließen. Wir sind empört, wenn man uns anklagt, auch wenn wir ahnen, dass an dem Gesagten etwas Wahres dran ist. Die Charakterfehler des Nächsten stehen uns stets vor Augen, aber die eigenen verstecken wir vor uns selbst. Der Mensch kennt oft alles andere, nur nicht sich selbst. Für die eigenen Fehler sind wir blind. Im äußersten Fall flüchtet sich das Ich in panischem Schrecken vor der Selbsterkenntnis in das Vergessen, das, wie im Fall der Trunksucht, bewusst angestrebt wird. Der Alkoholiker will die Erinnerung auslöschen. Wer von der Alkoholsucht geheilt werden will, muss das Problem, dem er ausweichen will, erkennen und lösen. Dazu gehört aber die Selbsterkenntnis. Sie befreit uns vom falschen Ich, das wir mit uns herumtragen. Sie ist aber etwas anderes wie die Psychoanalyse. Bei der Selbsterkenntnis nehmen wir die Verantwortung für den von uns geschaffenen geistigen und moralischen Zustand an. Bei der Psychoanalyse beobachtet der Patient nur die Handlungen, zu denen er durch seinen Instinkt oder die äußeren Ereignisse gezwungen wurde. Bei der Psychoanalyse studiert der Mensch den eigenen Geisteszustand. Bei der Selbsterkenntnis erkennen wir uns als Personen, deren Wahl und Entscheidung uns in die jetzige Lage gebracht haben. Aus der ehrlich erkämpften Selbsterkenntnis entsteht die Demut. Es entsteht die Einsicht, ein armer Mensch zu sein.
Die eigene Armut lieben
Therese hat Ja gesagt zu ihrer menschlichen Armseligkeit: „Ich habe mich bemüht, meine Minderwertigkeit zu lieben … Dadurch wurde sie mir angenehm wie alles übrige.“ Und in einem Brief, den sie ca. ein Jahr vor ihrem Tod schrieb, bekennt sie: „Je schwächer man ist ohne Verlangen und Tugend, umso mehr ist man für das Wirken dieser verzehrenden und verwandelnden Liebe (Gottes) geeignet. Es reicht das bloße Verlangen, eine Opfergabe zu sein; man muss jedoch einwilligen, stets arm und kraftlos zu bleiben, und genau das fällt schwer, denn ‚der wahrhaft Arme im Geist, wo findet man ihn? Weit entfernt muss man ihn suchen’, hat der Psalmist gesagt … Er sagt nicht, man müsse ihn unter den großen Seelen suchen, sondern ‚weit entfernt’, das heißt: in der Niedrigkeit, im Nichts … Bleiben wir also weit entfernt von allem, was glänzt. Lieben wir unsere Kleinheit, lieben wir, nichts zu fühlen! Dann werden wir arm im Geist sein und Jesus wird uns heimsuchen. So weit entfernt wir auch sein mögen, er wird uns umwandeln in Flammen der Liebe …“ Die folgenden Worte des Herrn geben uns die Richtung vor: „Selig, die arm sind vor Gott, denn ihnen gehört das Himmelreich!“ (Mt 5,3). Und: „Jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.“ (Lk 14,11) Das sagt uns doch, dass der Herr Gefallen hat, wenn ich meine Niedrigkeit und Armut liebe, wenn ich meine Hoffnung auf seine Barmherzigkeit setze.
Der Weg zur Liebe Gottes ist ein Weg der Bekehrung: Vom Hochmut zur Demut, vom Ego zum Selbst. Jesus verlangt von uns die Bekehrung zum Kindsein, damit wir eintreten können in die himmlische Herrlichkeit: „Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht in das Himmelreich hineinkommen.“ (Mt 18,3) Kinder können sich das ewige Leben bei Gott nicht selbst verdienen, sondern müssen es sich schenken lassen, denn sie sind schwach. Therese schrieb: „Ich bin nur ein schwaches Kind, aber gerade meine Schwachheit ist es, die mir die Kühnheit gibt, mich Deiner Liebe als Opfer anzubieten. Und die Liebe wählte (ausgerechnet) mich schwaches, unvollkommenes Geschöpf als Brandopfer. Ist diese Wahl der Liebe aber nicht würdig? Ja, damit die Liebe vollkommen befriedigt wird, muss sie sich erniedrigen, sich zum Nichts erniedrigen und dieses Nichts in Feuer umwandeln …“
Der kleine Weg
Die Sünder haben die wahre Weltordnung verdreht. Sie tun es immer noch. Sie machen sich selbst zur Mitte und Quelle ihres Lebens. Ihr Wollen und Wünschen zählt. Sonst nichts. Deshalb fragt Friedrich Nietzsche, ein Zeitgenosse Thereses: „Wohin bewegen wir uns? Irren wir nicht wie durch ein unendliches Nichts? Ist es nicht kälter geworden? Kommt nicht immerfort die Nacht und mehr Nacht?“ In diese Nacht der Sünde kam Jesus, damit uns die Wahrheit aufleuchte: Die verratene Liebe Gottes will sich als erlösende Liebe wieder zur Mitte einer Welt machen, die im Elend der Sünde vom ewigen Nichts bedroht ist. Die uns so bekannten Worte Jesu aus dem Johannesevangelium sind im Grunde ein Führer aus dem Nichts: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ (Joh 14,6) Durch Christus kommen wir zum Vater, zur Fülle des Lebens, zur Befreiung aus den Erfahrungen des Nichts und der Sinnlosigkeit. Wenn sich Christus als „der Weg“ bezeichnet, heißt das, dass er der einzige Weg ist, der ins Licht führt. Diesem Weg ist Therese immer gefolgt. Sie wollte eine Heilige werden, konnte dies aber aus eigener Kraft nicht schaffen. So entwickelte sie den „kleinen Weg“. Sie war da sehr mutig, nicht immer ohne eine gewisse Unsicherheit; hin und wieder erfuhr sie Gegenwind. Doch der Heilige Geist war sehr wirksam in ihr tätig. Ihre Unvollkommenheiten drückten sie nicht nieder. Trotz ihrer Kleinheit suchte sie ein Mittel, um direkt in den Himmel zu kommen.
Auch wenn wir wissen, dass der vielleicht erste Kampf, den wir im geistlichen Leben führen müssen, jener ist, der gegen unser Ich gerichtet ist, kommen wir oft nur schwer voran in unserem geistlichen Leben. Wenn uns keine „Weihnachtsgnade“ geschenkt wird und wir meinen, immer nur auf der Stelle zu treten, dürfen wir trotzdem nicht verzweifeln. Die Versuchung aufzugeben, zu resignieren, mutlos zu werden, kennen wir alle. Da hilft uns Therese mit folgenden Worten: „Ja, ich weiß genau, würden auf meinem Gewissen auch alle Sünden lasten, die man überhaupt begehen könnte, so würde ich doch mit reumütig zerknirschtem Herzen hingehen und mich in die Arme Jesu werfen. Denn ich weiß, wie sehr er den verlorenen Sohn liebt, der zu ihm zurückkehrt. Es ist also nicht deshalb, weil der liebe Gott meine Seele in seiner zuvorkommenden Barmherzigkeit vor der Todsünde bewahrt hat, dass ich mich zu ihm in Vertrauen und Liebe erhebe.“
Weihe an die barmherzige Liebe
Therese hat im Verlauf ihrer neun Klosterjahre, in denen sie angenehme und unangenehme Seiten des Gemeinschaftslebens kennenlernte, in fortschreitendem Maß entdeckt, wie sie voranschreiten kann, nämlich mit Vertrauen und Hingabe. Sie hat ihre eigene Armut, ihr Kleinsein voll und ganz angenommen. Sie hat sich nicht auf ihre eigenen Kräfte gestützt. Sie hat sich nicht auf Verdienste und Tugendakte berufen. Es ging ihr einzig und allein darum, sich in Jesu Arme zu begeben und den Aufzug der Barmherzigkeit zum Himmel zu benutzen. Sie schreibt an Maurice Bellière, ihren „Priesterbruder“: „Ja, mein lieber kleiner Bruder, ich gestehe Ihnen, seit es mir geschenkt wurde, die Liebe des Herzens Jesu so zu verstehen, hat sie alle Furcht aus meinem Herzen vertrieben. Die Erinnerung an meine Fehler demütigt mich, führt mich dazu, dass ich mich niemals auf meine Kraft stütze, die nur Schwäche ist. Aber noch mehr spricht mir diese Erinnerung von Barmherzigkeit und Liebe. Wenn man seine Vergehen mit einem ganz kindlichen Vertrauen in den verzehrenden Feuerofen der Liebe wirft, wie sollten sie nicht unwiederbringlich vernichtet werden?“
Der Höhepunkt ihres Lobgesangs auf die Barmherzigkeit ist ihre Weihe an die barmherzige Liebe am Dreifaltigkeitsfest 1895: „Um in einem Akt vollkommener Liebe zu leben, weihe ich mich als Ganzopfer deiner barmherzigen Liebe und bitte dich, mich unablässig zu verzehren …“ Die mit dieser Weihe verbundenen Gnaden will sie nicht für sich behalten: „Oh, ich habe den Eindruck, seit diesem seligen Tag durchdringt und umgibt mich die Liebe, sie reinigt meine Seele und hinterlässt darin keine Spur der Sünde.“
Sich dem Prozess der Selbsterkenntnis nicht entziehen
Wir schauen bewundernd auf zu Therese. Wir fühlen uns von ihr und ihren Worten angezogen und schöpfen Mut für unser Leben mit Gott. Doch wir erkennen auch, dass wir Therese „noch nicht erreicht haben“. Es bleibt uns aufgetragen, uns selbst zu prüfen. Die Selbsterkenntnis verlangt, dass wir unseren Hauptfehler entdecken. Es ist jener besondere Fehler, der bei uns vorherrscht. Er bestimmt unsere Sympathien, Entscheidungen, Wünsche und Leidenschaften. Der Hauptfehler versteckt sich gerne. Durch ihn können unsere guten Eigenschaften gehemmt werden. Den Hauptfehler kann man leicht erkennen, wenn man sich die folgenden Fragen stellt: Woran denke ich am häufigsten, wenn ich allein bin? Wohin wandern die Gedanken, wenn ich sie laufen lasse? Was macht mich unglücklich, wenn es mir fehlt; glücklich, wenn ich es bekomme? Welcher Fehler ärgert mich am meisten, wenn ich auf ihn hingewiesen werde? Welche Sünde leugne ich am heftigsten bei mir ab? Leider hat das Ich keine Lust zu verschwinden. Aus diesem Grund meiden so viele Menschen den schmerzhaften Prozess der Selbsterkenntnis.
Therese hat sich dieser Selbstprüfung mutig gestellt und dann Konsequenzen gezogen aus den Erkenntnissen, die sie gewonnen hat. Sie hat uns diese hinterlassen und lädt uns ein, im Einklang mit dem göttlichen Willen, es ihr nachzutun. Haben wir keine Angst davor, uns selbst zu prüfen und uns den Wahrheiten über uns zu stellen. Und wenn wir nicht mehr recht weiter wissen, dann erinnern wir uns ihres wohl bekanntesten Wortes: „Allein die Liebe zählt!“ Und so schöpfen wir Mut, indem wir mit Therese sprechen:
„Aus Liebe leben, das heißt, in sich selbst bewahren. Einen großen Schatz in einem sterblichen Gefäß. Mein Vielgeliebter, meine Schwäche ist äußerst groß. Ach, ich bin weit entfernt, ein Engel des Himmels zu sein! …Aber wenn ich auch zu jeder Stunde, die vorbeigeht, falle, – Du richtest mich wieder auf und kommst mir zu Hilfe.
Jeden Augenblick schenkst du mir deine Gnade. Ich lebe aus Liebe.“





